
Ende Juni 2000 hat sich die Welt für die sogenannten Kampfhunde und deren Besitzer geändert, als zwei Pitbulls in Hamburg einen kleinen Jungen im Beisein eines der Hundebesitzer töteten. Für die Besitzer und ihre Hunde galten seit längerer Zeit Auflagen wie Leinen und Maulkorbzwang, aber niemand kontrollierte ob diese Auflagen auch erfüllt wurden.
Mein Beileid gilt der Familie des Jungen, so etwas darf sich niemals wiederholen!!
Aber nun setzte unter den Politikern ein solch blinder Verordnungsaktionismus ein und plötzlich waren alle Besitzer von Hunden bestimmter Rassen von heute auf morgen stigmatisiert. Sie wurden zum Teil sogar als kriminell eingestuft.
Nicht zwei Hunde die gebissen und getötet haben, sondern alle Hunde einiger Rassen und deren Besitzer wurden verfolgt.
Es begann ein Hunde Holocaust in Deutschland, der immer noch weitergeht, der Ausmaße angenommen hat, die wohl wirklich keinem richtig bewusst sind.Diese Hunde dürfen nicht mehr gezüchtet oder eingeführt werden. Einzelfälle wurden zum Argument für pauschale Rassenvernichtung.
Die Ausrottung dieser Rasse als Endlösung. Aber.....die Kriminellen die diese Hunde als Waffe missbrauchten, weichen mittlerweile auf andere Hunde aus. Und Tatsache ist, wenn jemand einen sog. Kampfhund haben will, bekommt er ihn auch. Bisher galt jeder bis zu seiner bewiesenen Schuld als unschuldig.
Jetzt müssen bestimmte Hundebesitzer beweisen das ihre Hunde nicht gefährlich sind. Wenn in Deutschland Gesetze und Verordnungen erlassen werden, sind diese häufig mehr als gründlich. Da wir 16 verschiedene Bundesländer haben, gibt es jetzt:
° 16 verschiedene Verordnungen zum Schutz vor gefährlichen Hunden
° 15 verschiedenen Listen, auf denen die gefährlichen Rassen festgelegt sind.
° 15 verschiedene Testmethoden
° 15 mit unterschiedlichen Befugnissen ausgestattete Gruppen von »Fachleuten« die Besitzer und ihre Hunde testen.
Alleine in Hamburg wurden damals mit Hilfe eines Pseudo-Wesenstestes zwischen 90 und 150 Familienhunde getötet. Aber wer nimmt den Wesenstest mit welchen Methoden ab? Etwa ein so genannter Hundesportler, der mit mittelalterlichen Methoden brüllt, unter anderem auf Schutzhunde-Prüfungen - auch kontrolliertes Beißen an Menschen - trainiert? Der selbst miserabel ausgebildet ist? Wo fängt die aggressive Ausbildung an? Ist die völlig veraltete Schutzhunde-Ausbildung nicht eine Vorstufe dazu? Welche wahren Motive treibt Menschen dazu? Warum sind Kampfhunde auf Schutzhundeplätzen verpönt? Weil sie noch besser beißen? Warum müssen Hunde trainiert werden Menschen zu beißen?
Schreierei, als ob die Hunde taub wären, militantes Exerzieren, Unterordnung , Druck bis zum geht nicht mehr. Und solche Ausbilder sollen Prüfungen für Kampfhunde-Halter abnehmen? Menschen, die sich ohne Prüfung Hundeausbilder nennen dürfen, aber munter Elektro-Schocks anwenden?
Selbst Tierpsychologen die ich persönlich kenne verwenden den Teletakt. Was für ein Armutszeugnis. Artgerechte Erziehung dauert eben etwas länger, also im Teletakt-Marsch, weil wir ja Ergebnisse sehen wollen. Ein Polizeidiensthundeführer hat mir mal im Vertrauen erzählt, das seine Hunde den Wesenstest niemals bestehen würden. Wenigstens ehrlich der Mann.